
Wettbewerb “colorfields”, Projekt für die Rückfassade der Berufs- und Frauenfachschule Basel, 2004 (nicht ausgeführt)
Die Wände auf die Tags und Graffiti gesprayt werden, werden meistens nur als beschreibbare Fläche behandelt, haben vor allem die Funktion eines Bildträgers. Selten wird die spezifischen Situation und die Gegebenheiten der Orte mit in die Bilder einbezogen.
Die colorfields sind scharfkantige Farbprojekt- ionen, die an zwölf Orten die Oberfläche ausschnittweise auf-brechen.
Die Positionen der angeleuchteten Flächen resultieren von den Umlenk-winkeln der Spiegel. Diese sind veränderbar.
Durch die angestrahlten Flächen entstehen visuell andere und weitere Ebenen der Fassade und des Bodens. Diese Farbfelder sind Bereiche, an denen sich Oberfläche anders formuliert.
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Der Perimeter liegt direkt dem Bahnhof gegenüber. Die Ausschreibung gibt vor, das Denkmal in den Hain mit be-stehendem Baumraster zu integrieren.
Die Grundfläche des Hains beträgt ca. 150 Meter x 24 Meter.
Das vorgeschlagene Projekt ist die Umsetzung eines Standbildes, das einem Dokumentarfilm entnommen wurde. Die ganze Grundfläche des Hains wird miteinbezogen.
Das Bild wird in ein Raster aufgeteilt, das in Metallstreifen übertragen, ebenerdig in den Kies des Hains eingesetzt werden soll. Der Hain wird durch diese Metallstruktur, durch die Materialisierung des Projektions-Bildes eine Ebene, die selber wieder Projektionsfläche wird.
Die Rasterung und Materialisierung wird so abgestimmt, dass sich das Bild erkennen lässt. Vom Platz aus, ist der Filmstill immer nur Auszugweise erkennbar und kann nie als Ganzes gesehen werden.Eine "Übersicht" wird dadurch ausgeschlossen. Das Projekt ist unmittelbar präsent, die Benutzer stehen nicht vor oder ausserhalb eines Denkmals, sondern sie sind mit ihrer Anwesenheit ein Teil davon.
Aus der Menge an den medial vermittelten historischen Bildern, habe ich eines ausgewählt, das nicht als stellvertretendes, gültiges Bild gelesen werden kann.
Der grobe Kies des bestehenden Bodenbelags wird beim Gehen an und über die eingelegten Metallstreifen gedrückt.
Durch das Knirschen, dass durch die vorübergehenden Passanten entsteht, wird die Arbeit auch zu einem Klangkörper.


